Mitgliederversammlungen

An dieser Stelle informieren wir über zentrale Themen der laufenden Sitzungen. Nähere Informationen zu den einzelnen Inhalten erhalten Sie bei den Vorstandsmitgliedern.

Mitgliederversammlung am 27./28. Mai 2020

Die Frühjahrskonferenz des Fachbereichstages Heilpädagogik findet aufgrund der Corona-Pandemie als virtuelle Sitzung am 27.05.2020 statt. Informationen dazu bei der Vorsitzenden: Prof Dr. Sabine Schäper (s.schaeper@katho-nrw.de).

Mitgliederversammlung am 25./26. November 2019, Medical School Berlin

Sozialpolitische Entwicklungen beschäftigen die Mitgliederversammlung laufend. In dieser Konferenz wurde der aktuelle Staatenbericht der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention diskutiert. Die Diskussion wird auf der nächsten Mitgliederversammlung einen Schwerpunkt bilden, ebenso die kritische Begleitung der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in den verschiedenen Handlungsfeldern, in den Heilpädagog*innen tätig sind.

Die Diskussionen zur Reform der Psychotherapieausbildung, die auch den Fachbereichstag über Jahre beschäftigt haben, haben einen unerfreulichen Ausgang genommen: Mit Beschluss des Bundestages vom 15. November 2019 wurde die Psychotherapie-Ausbildung so grundlegend reformiert, dass in Zukunft keine Zugangsmöglichkeit mehr für Absolvent*innen pädagogisch oder sozialarbeiterisch geprägter Studiengänge, damit auch keine Zugangsmöglichkeit mehr für Absolvent*innen von Studiengängen der Heilpädagogik besteht. Die Übergangsfrist endet im August 2020. Weitere Informatiionen erhalten Sie unter folgendem Link.

Die Diskussion berufspolitischer Entwicklungen und Herausforderungen wurde fortgeführt und soll einen Schwerpunkt in den Mitgliederversammlungen des Jahres 2020 bilden.

Unter der Überschrift „Eine Hochschule für alle“ wurden Konzepte und Strategien der Mitgliedshochschulen zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf inklusive Bildung im hochschulischen Bereich vorgestellt. Der Fachbereichstag wird hierzu eine Empfehlung erarbeiten, die das Thema als ein strukturell zu verankerndes verdeutlicht. Bisher werden in Hochschulen vielfach individuelle Lösungen „nach Bedarf“ entwickelt. Aus den Anforderungen der UN-BRK ergibt sich aber die Notwendigkeit, proaktiv Barrierefreiheit als Gestaltungsprinzip aller Strukturen und Prozesse in der Hochschule zu verankern. Dies beinhaltet auch Fragen der partizipativen Forschung und der Öffnung der Hochschulen als Bildungsraum für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Fachbereichstag für Studierende. Ein Novum bei dieser Mitgliederversammlung war die Präsenz von Studierenden der Heilpädagogik-Studiengänge an den Mitgliedshochschulen. Damit soll der Perspektive der Studierenden als künftige Vertreter*innen von Profession und Disziplin stärker berücksichtigt werden. Die Studierenden ihrerseits erhalten die Möglichkeit zum Austausch über Studienschwerpunkte und aktuelle Diskurse.

 

Mitgliederversammlung am 05./06. Juni 2019, Alanushochschule, Alfter bei Bonn

Neuer Vorstand. In der Sitzung des Fachbereichstages Heilpädagogik am 5./6. Juni 2019 in Alfter bei Bonn wurde der Vorstand des Fachbereichstages neu gewählt. Frau Prof. Dr. Sabine Schäper wurde zur neuen Vorsitzenden und löst damit Frau Prof. Dr. Anne-Dore Stein (EH-Darmstadt) ab, die diese Aufgabe seit 10 Jahren innehatte. Frau Prof. Dr. Stein wird weiterhin als Mitglied des Vorstandes tätig sein. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Prof. Dr. Monika Willenbring (Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin) und Herr Prof. Dr. Bernhard Schmalenbach (Alanus Hochschule Alfter) für die nächsten zwei Jahr gewählt. Zwei wesentliche Arbeitsschwerpunkte der zukünftigen Vorstandsarbeit des Fachbereichstages werden die Gestaltung von Lebenswelten für und mit Menschen mit Behinderungen und die politische Lobby-Arbeit sein. Die kritische Begleitung der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes und anderer sozial- und gesundheitspolitischer Entwicklungen sollen dabei ebenso im Zentrum der Vorstandsarbeit stehen wie berufspolitische Fragestellungen und eine Weiterentwicklung des Berufsbildes Heilpädagogik. Als Fachbereichstag der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften will sich der FBT-HP zudem aktiv in die Weiterentwicklung der Teilhabeforschung einbringen und zur Entwicklung von forschungsstarken Hochschulen beitragen. Der Fachbereichstag veraschiedete mit einem Dank für seine engagierte Mitarbeit in mehreren Amtszeiten Herrn Prof. Dr. Jens Clausen (Katholische Hochschule Freiburg), der nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Einen inhaltlichen Schwerpunkt der Sitzung bildete die Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen und Veränderungen im Blick auf das Berufsbild Heilpädagogik. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bildet den zentralen Referenzpunkt der fachlichen Weiterentwicklung. Die Veränderungen in der Landschaft der Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen durch das Bundesteilhabegesetz erfordern eine neue Vergewisserung fachlicher Standards und die kritische Begleitung der Umsetzungsprozesse aus fachwissenschaftlicher Perspektive (vgl. dazu das Positionspapier zum BTHG, das der Fachbereichstag gemeinsam mit dem Berufs- und Fachverband Heilpädagogik e.V. und der Ständigen Konferenz der Ausbildungsstätten für Heilpädagogik erarbeitet hat).

Die Reform der Psychotherapieausbildung beschäftigt den Fachbereichstag Heilpädagogik schon geraumer Zeit. Als sehr kritisch wird der drohende Ausschluss von Absolvent*innen (heil-) pädagogischer und sozialarbeiterischer Studiengänge aus der Psychotherapie-Ausbildung betrachtet. Heilpädagog*innen, Sozialpädagog*innen und Sozialarbeiter*innen stellen u.a. einen großen Teil der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen. Die besondere Fachexpertise von Heilpädagog*innen ist zudem dringend erforderlich für eine kompetente psychotherpauetische Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung. Hier droht eine deutliche Versorgungslücke, wenn Heilpädagog*innen künftig der Weg in die Tätigkeit als Psychotherapeut*in verwehrt ist. Der Fachbereichstag hat in mehreren Stellungnahmen auf die Problematik hingewiesen und nutzt weiterhin jede Gelegenheit, sich für eine Öffnung der Ausbildung für heilpädagogisch qualifizierte Expert*innen einzusetzen.

 


 

 

 

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