Mitgliederversammlungen

An dieser Stelle informieren wir über zentrale Themen der laufenden Sitzungen. Nähere Informationen zu den einzelnen Inhalten erhalten Sie bei den Vorstandsmitgliedern.

 

 05./06. Juni 2019, Alanushochschule, Alfter bei Bonn

Neuer Vorstand. In der Sitzung des Fachbereichstages Heilpädagogik am 5./6. Juni 2019 in Alfter bei Bonn wurde der Vorstand des Fachbereichstages neu gewählt. Frau Prof. Dr. Sabine Schäper wurde zur neuen Vorsitzenden und löst damit Frau Prof. Dr. Anne-Dore Stein (EH-Darmstadt) ab, die diese Aufgabe seit 10 Jahren innehatte. Frau Prof. Dr. Stein wird weiterhin als Mitglied des Vorstandes tätig sein. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Prof. Dr. Monika Willenbring (Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin) und Herr Prof. Dr. Bernhard Schmalenbach (Alanus Hochschule Alfter) für die nächsten zwei Jahr gewählt. Zwei wesentliche Arbeitsschwerpunkte der zukünftigen Vorstandsarbeit des Fachbereichstages werden die Gestaltung von Lebenswelten für und mit Menschen mit Behinderungen und die politische Lobby-Arbeit sein. Die kritische Begleitung der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes und anderer sozial- und gesundheitspolitischer Entwicklungen sollen dabei ebenso im Zentrum der Vorstandsarbeit stehen wie berufspolitische Fragestellungen und eine Weiterentwicklung des Berufsbildes Heilpädagogik. Als Fachbereichstag der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften will sich der FBT-HP zudem aktiv in die Weiterentwicklung der Teilhabeforschung einbringen und zur Entwicklung von forschungsstarken Hochschulen beitragen. Der Fachbereichstag veraschiedete mit einem Dank für seine engagierte Mitarbeit in mehreren Amtszeiten Herrn Prof. Dr. Jens Clausen (Katholische Hochschule Freiburg), der nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Einen inhaltlichen Schwerpunkt der Sitzung bildete die Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen und Veränderungen im Blick auf das Berufsbild Heilpädagogik. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bildet den zentralen Referenzpunkt der fachlichen Weiterentwicklung. Die Veränderungen in der Landschaft der Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen durch das Bundesteilhabegesetz erfordern eine neue Vergewisserung fachlicher Standards und die kritische Begleitung der Umsetzungsprozesse aus fachwissenschaftlicher Perspektive (vgl. dazu das Positionspapier zum BTHG, das der Fachbereichstag gemeinsam mit dem Berufs- und Fachverband Heilpädagogik e.V. und der Ständigen Konferenz der Ausbildungsstätten für Heilpädagogik erarbeitet hat).

Die Reform der Psychotherapieausbildung beschäftigt den Fachbereichstag Heilpädagogik schon geraumer Zeit. Als sehr kritisch wird der drohende Ausschluss von Absolvent*innen (heil-) pädagogischer und sozialarbeiterischer Studiengänge aus der Psychotherapie-Ausbildung betrachtet. Heilpädagog*innen, Sozialpädagog*innen und Sozialarbeiter*innen stellen u.a. einen großen Teil der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen. Die besondere Fachexpertise von Heilpädagog*innen ist zudem dringend erforderlich für eine kompetente psychotherpauetische Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung. Hier droht eine deutliche Versorgungslücke, wenn Heilpädagog*innen künftig der Weg in die Tätigkeit als Psychotherapeut*in verwehrt ist. Der Fachbereichstag hat in mehreren Stellungnahmen auf die Problematik hingewiesen und nutzt weiterhin jede Gelegenheit, sich für eine Öffnung der Ausbildung für heilpädagogisch qualifizierte Expert*innen einzusetzen.

 


 

 

 

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